Sonntag, 1. August 2010
Ankündigung

14. Bundeskongress Notfallseelsorge und Krisenintervention in Erfurt


11.-13. Mai 2012 in Erfurt


Wir laden Sie dazu ganz herzlich ein.
Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor.


Im Namen der Konferenz Evangelische Notfallseelsorge in der EKD
Ralf Radix


13. Bundeskongress Notfallseelsorge und Krisenintervention erfolgreich beendet

Münster. Menschen, die in Deutschland unvorhergesehen in Not geraten, können künftig auf eine verbesserte Betreuung bauen. Auf dem Bundeskongress für Notfallseelsorge und Krisenintervention, der jetzt in Münster zu Ende gegangen ist, haben Notfallseelsorge, Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte ihre Zusammenarbeit weiter professionalisiert und ausgebaut. Über 300 Teilnehmer aus allen Bereichen der Einsatzdienste diskutierten drei Tage unter dem Titel „Miteinander vernetzt – Grenzen überwinden“ innovative Wege der ganzheitlichen Versorgung von Menschen in Not und trafen neue konkrete Absprachen, z.B. für die Arbeit auf Regionalflughäfen.    


„Wir haben unsere Zielsetzungen mehr als erreicht“, resümiert Pfarrer Ralf Radix, Vorsitzender der Konferenz Evangelische Notfallseelsorge der EKD. „Wir wollten mit dem diesjährigen Bundeskongress vor allem ein Forum bieten, bei dem die Beteiligten aller Dienste ihre so wertvolle Zusammenarbeit in Notsituationen diskutieren. Dass wir diese auch konkret optimieren konnten, freut uns natürlich sehr.“


Ob bei plötzlichem Tod oder bei Verkehrsunfällen, bei Amokläufen oder Großschadenslagen wie Zugunglücken: täglich greift die Arbeit von Feuerwehr und Polizei, Rettungskräften und Notfallseelsorge – bzw. der nicht kirchlich organisierten Krisenintervention  –  eng ineinander. Vor Ort müssen zum Teil sehr viele Menschen professionell vernetzt werden, um eine möglichst optimale Versorgung der Betroffenen sicherzustellen. Dies setzt auf der einen Seite ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen und Akzeptanz voraus, aber vor allem auch konkrete Handlungsabsprachen und ein gemeinsames Krisenmanagement. Und genau hier hat der ökumenisch getragene Bundeskongress, der am Institut der Feuerwehr in Münster stattfand, wertvolle Impulse gesetzt und Fortschritte erzielt.


Ein weiterer Schwerpunkt des 13. Kongresses seiner Art lag in der Aus- und Fortbildung. In über 30 Vorträgen und Seminaren standen praktische Themen wie die Überbringung von Todesnachrichten von Kindern oder die Notfallseelsorge für Unfallverursacher im Mittelpunkt. Bei den Qualifikationen kommt ein neuer Arbeitsschwerpunkt auf die Notfallseelsorge zu: „In Zukunft wird der Einbezug von ehrenamtlichen Mitarbeitern eine immer größere Rolle spielen“, sagt Bernd Kersken, Beauftragter für Notfallseelsorge im Bistum Münster. „Wie bei Rettungsdiensten müssen wir hier in der Aus- und Fortbildung bereits jetzt entscheidende Weichen stellen.“  


Der Bundeskongress, der unter Schirmherrschaft von NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf stand und vom Institut der Feuerwehr und  der Akademie Bruderhilfe Pax Familienfürsorge mit veranstaltet wurde, klang am Dienstagabend mit einem großen ökumenischen Gottesdienst aus. Der nächste Kongress wird erst wieder in zwei Jahren stattfinden, dann in Erfurt.



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