115/215 Erneli Martens, Begegnung mit Unfallverursachern

Zielgruppe
Mitarbeitende in Krisenintervention und Notfallseelsorge und alle, die sich für den Umgang mit Schuld interessieren

Inhalt
Die Begegnung mit Unfallverursachern stellt für alle:
für Seelsorgerinnen und Seelsorger wie für Mitarbeitende in der Krisenintervention eine große Herausforderung dar.
Schon am Einsatzort kann man beobachten, wie Menschen, die ein schweres Unglück verursacht haben, sofern sie unverletzt geblieben sind, gemieden werden.
Die Erfahrung von ohnmächtiger Schuld oder auch schuldhaftem Versagen lässt uns zurückschrecken.

In der Begegnung mit Unfallverursachern werden wir zwangsläufig mit der Frage der Schuld konfrontiert.
Aber: Was genau ist Schuld? Und wie ist der Unterschied zu Schuldgefühlen zu beschreiben?
Wie kann ein Mensch überhaupt mit Schuld leben? Kann sie vergeben werden?
Das fragen sich Unfallverursacher ebenso wie die Mitarbeitenden von Krisenintervention und Notfallseelsorge.

Obwohl im christlichen Glauben der Vergebung ein zentraler Stellenwert zukommt, wird die konkrete Begegnung mit Schuld vor allem belastend erlebt.

Im Workshop wird die Situation von Unfallverursachern an konkreten Beispielen erarbeitet.
Dann geht es um die je eigene Haltung, das eigene Selbstverständnis und die eigene Rolle:
Wie gehen wir selbst mit diesen Fragen um?

Schließlich sollen Leitlinien für den Einsatz erarbeitet werden.

Referentin: Erneli Martens, Landesfeuerwehrpastorin, Leitung Notfallseelsorge Hamburg



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